Ein Weltbürger und Patriot, ein schweizerischer Wilhelm Tell, der aufbrach, um zu lernen, und zurückkehrte, um zu bleiben. Ein vielseitiger Mann, der in Paris aufwuchs und von den Dominikanerpatres ausgebildet wurde, denen er die sprachliche Struktur verdankte, mit der er weitere neun Sprachen und verschiedene Dialekte erlernte.

Das menschliche Ziel ist nicht, zur Perfektion zu streben, sondern zur Ganzheit – wie sein Großvater C. G. Jung sagte. Das Rätoromanische, eine der vier Schweizer Landessprachen, lernte er im höheren Alter, um ein vollständiger Schweizer zu sein und an den Mythen jener Ecke des Landes teilzuhaben, die mit poetischer Sprache die Zauber, Mythen und Märchen der Schweizer Berge besingt. Sie wurden zum Stoff von Vorlesungen und Seminaren.

Die Musik, eine lebenslange Leidenschaft, schloss keinen Aspekt aus: Gesang, Tanz, Komposition und das Spielen mehrerer Instrumente – Klavier, Mundharmonika, die Piccolo-Flöte… ja, denn die Piccolo war unentbehrlich für die Faschnacht, den Basler Karneval, der zwar so heißt, dessen Wesen jedoch für jeden Basler heilig ist – und nicht nur für sie…

Und dann das Wasser, nicht nur Quelle des Lebens, sondern für einen Seebuebe, einen „Seejungen“, ein Ort für Abenteuer im Segelboot oder beim Schwimmen – Hauptsache Wasser. Spaziergänge im Wald, in der Natur, um nachzudenken und analytisch zu arbeiten oder um mit der Piccolo aus voller Kehle zu üben. Ihm zu begegnen bedeutete ein Ausbruch von Kultur, Geschichte, Erzählungen und tiefem Zuhören. Als außergewöhnlicher Psychotherapeut war er ein Treffpunkt und Bezugspunkt für Schüler, Kollegen und Patienten aus aller Welt. Immer begleitet von Humor, mit dem er gerne unterhielt: Drei Kinder treffen sich – ein Schweizer, ein Italiener, ein Franzose – und fragen sich, wie Brüderchen entstehen; für den Schweizer hängt es immer vom Kanton ab!

Er liebte die jungen Menschen, die Zukunft der Menschheit, und von ihnen geliebt, war er ein Licht, das Orientierung schenkte. Ihre Fragen und Erwartungen blieben niemals unerfüllt. Seit Langem beobachtete er die Träume der Welt – mit Sorge um die Zukunft des Menschen, jedoch ohne je den Glauben an das Überwiegen des kreativen und überraschenden Aspekts des Unerwarteten zu verlieren, gegen die innere Globalisierung: denn es ist das Individuum, das Unikum, das gemeinsam mit anderen Individuen die Samen zum Keimen bringen wird.

Fiamma Acernese

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